Diese Webseite nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität zu gewährleisten. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zum Datenschutz.

Neues von der Jagd und aus den Verbänden


Impressum

Deutscher Jagdverband e. V.
Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur 

Torsten Reinwald, Pressesprecher
Chausseestraße 37, 10115 Berlin
pressestelle@jagdverband.de  Telefon: (030) 209 1394 0 


Berlin, 28. Februar 2025

Liebe Jägerinnen und Jäger,

Sie erhalten den heutigen Newsletter erneut, da uns bei der ersten Version leider ein Fehler unterlaufen ist. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

Zuerst das Bleischrotverbot an und in Feuchtgebieten im Februar 2023 und jetzt – ziemlich genau zwei Jahre später kommt der große Nachklapp: Die EU-Kommission hat einen  Regulierungsvorschlag für ein VOLLSTÄNDIGES VERBOT VON BLEI ALS MUNITIONSBESTANDTEIL vorgelegt. Sollte das so umgesetzt werden, heißt das für uns folgendes:

Für den jagdlichen Einsatz wäre nach einer Übergangsfrist von drei Jahren Bleischrot nicht mehr erlaubt. Für bleihaltige Büchsengeschosse ab 5,6 Millimeter gilt eine Übergangsfrist von 18 Monaten, für Büchsengeschosse unter 5,6 Millimeter gelten zehn Jahre. Eine unbefristete Ausnahme gibt es dabei für bleihaltige Büchsengeschosse auf Schießständen, diese dürften dort, aber eben nur dort, nach wie vor verwendet werden.

Apropos Schießstände: Die Betreiber würde es besonders hart treffen. Laut Vorschlag der EU-Kommission müssen zugelassene offene Schrotstände Risikomanagementmaßnahmen vorweisen, insbesondere Schrotfangvorrichtungen, die Rückgewinnung von Bleischrot mindestens aller drei Jahre, die Überwachung des pH-Wertes im Boden, den Umgang mit Drainagewasser und Dokumentationspflichten. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Schießstätten sind für diese Umrüstungen pro Schießstand zwischen ein und zwei Millionen Euro nötig. Bei ca. 350 Wurfscheibenständen in Deutschland sind das bis zu 700 Millionen Euro. Der DJV sieht die flächendeckende Schießstandsstruktur in Deutschland damit in Gefahr. Die meist gemeinnützigen, ehrenamtlich tätigen Vereine, die Schießstände betreiben, können diese finanzielle Last bei weitem nicht allein stemmen. Die finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand ist aus Sicht des DJV deshalb zwingend erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie in unserer  Pressemitteilung. Ein Frage-Antwort-Papier zum Bleischrotverbot in und an Feuchtgebieten, Video-Tutorials oder Informationen vom Beschussamt Ulm zur Verwendung von bleifreien Schroten gibt es auf unserer  Themenseite.

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Ihre DJV-Geschäftsstelle

Was sonst noch passiert ist?

EU-Kommission legt Vorschlag zu Bleiverbot vor

Die EU-Kommission hat ihren Regulierungsvorschlag für ein vollständiges Verbot von Blei als Munitionsbestandteil vorgelegt. Der DJV sieht die flächendeckende Schießstandsstruktur in Deutschland in Gefahr und fordert von der Politik die finanzielle Förderung durch die öffentliche Hand. 

Zur Meldung

Über 7.000 ASP-Fälle in Deutschland

7.140 nachgewiesenen Fälle der Afrikanischen Schweinepest gibt es aktuell in Deutschland seit Ausbruch am 10. September 2020. Die Gefahr des Viruseintrags nach Baden-Württemberg durch das Seuchengeschehen in Hessen ist hoch. Die Behörden sind in Alarmbereitschaft.

Zur ASP-Sonderseite

 

 

 

 

 


 

 

.

Berlin, 4. Oktober 2024

 

 

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

nachdem das Sicherheitspaket der Ampelkoalition und die geplanten Waffenrechtsverschärfungen die zurückliegenden Newsletter diktiert haben, laden wir Sie diesmal zum Entspannen und Genießen ein.

Denn wir veröffentlichen heute die vierte Episode unserer FILMKAMPAGNE HUNTWERK. In dieser dreht sich alles um die Themen Nachhaltigkeit und Ernährung. Journalistin, Moderatorin und Nicht-Jägerin Laura Cloppenburg trifft dazu die Jäger Jannik Hennefarth und Sebastian Kapuhs. Sie zeigen, wie Nachhaltigkeit mit einer regional und saisonal ausgerichteten Küche auch im Alltag funktionieren kann. Ein raffiniertes Rezept mit geräuchertem Dachsschinken, Gartenkräutern und Waldpilzen – alles selbst gepflückt, gesammelt und zubereitet – unterstreicht einmal mehr die Vielseitigkeit von Wildfleisch.

"Frauen sollten Leben geben – und nicht nehmen." – ein Satz, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. In Episode 3 "Frauen und Jagd" wollten wir wissen, ob überholte Vorstellungen und Klischees sich bis heute halten. Auch wenn der Anteil von Jägerinnen seit Jahren stetig wächst, ist das Bild des älteren Jägers bei einigen noch fest verankert. Interessante Einblicke und neue Perspektiven geben uns Winzerin und Jägerin Shanna Reis und Cosima Zeller, Rangerin und Jägerin, im gemeinsamen Gespräch mit Moderatorin Laura Cloppenburg.

Klimawandel, Nachhaltigkeit, Ernährung sind große, kontrovers geführte Themen, die natürlich auch jagdferne Menschen, besonders im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, bewegen. Und genau an die richtet sich die Serie HUNTWERK. Unsere knapp 100 Interviews in der Zielgruppe als Vorbereitung der Kampagne haben gezeigt: Jüngere Menschen sind besonders kritisch gegenüber Jagd und Jägern eingestellt, haben aber ein offenes Ohr für zahlreiche Themen, zu denen besonders wir Jägerinnen und Jäger etwas beitragen können. Vorausgegangen sind außerdem Workshops mit Regisseuren, Social-Media-Experten und mit den Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit in den Landesjagdverbänden.

Im Produktionsprozess der Kampagne sind schließlich 8 Videos entstanden – mit jungen Jägerinnen und Jägern, die Jagd in einfachen Worten erklären, begleitet von einem Moderatorenteam, das Fragen aus Sicht der Zielgruppe stellt. An jedem ersten Freitag im Monat veröffentlichen wir eine neue Folge auf unserem YouTube-Kanal und unserer HUNTWERK-Internetseite.

Mit jeweils über 200.000 Aufrufen pro veröffentlichter Folge haben wir schon gut vorgelegt. Erste Auswertungen zeigen: Vor allem junge Menschen mit Interesse an Nachhaltigkeitsthemen werden aufmerksam auf unsere Videos. Ein Fünftel der Zuschauer schaut unsere Videos komplett an, der Schnitt liegt bei etwa der Hälfte der Gesamtlänge. Das sind laut Marketing-Experten Spitzenwerte, worüber wir uns sehr freuen. Das zeigt, dass wir mit jagdlichen Inhalten auch die jungen Menschen erreichen können, die der Jagd eher kritisch gegenüberstehen. Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Jägerinnen und Jägern, die vor und hinter der Kamera mit uns gemeinsam das Projekt aus der Taufe gehoben haben.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Anschauen der Videos. Sollten Sie junge, jagdferne Menschen kennen oder haben Sie Freunde oder Familie, die der Jagd gegenüber kritisch sind oder Vorurteile haben? Empfehlen Sie doch unsere HUNTWERK-Serie!

Das eingangs erwähnte Sicherheitspaket, inklusive der geplanten Waffenrechtsverschärfungen, ist noch nicht vom Tisch. Wir dürfen deshalb nicht nachlassen, dagegen mobil zu machen. Unterstützen Sie bitte weiter die Petition des BZL. Das Ziel – 130.000 Unterschriften – ist fast erreicht. Teilen Sie gern den Link zu unserer Sonderseite, machen Sie weiter auf die handwerklich schlecht gemachten Waffengesetzverschärfungen, die zu Lasten rechtstreuer Bürger gehen, aufmerksam. Vielen Dank.

 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende

Ihre DJV-Geschäftsstelle

 

 

Was sonst noch passiert ist?

 
 

 

Achtung: Wildunfälle jetzt besonders wahrscheinlich!

Rutschige Straßen, schlechte Sicht und besonders aktive Wildtiere: Im Herbst steigt das Unfallrisiko auf Straßen merklich an. Der DJV gibt Tipps, wie sich Wildunfälle vermeiden lassen und was zu tun ist, wenn es kracht.

Zur Meldung

 
 
 

Verschärfung Waffengesetz stoppen!

 

 

 

BZL-Petition unterstützen

Vielen Dank an alle, die gegen das schlecht gemachte Sicherheitspaket gestimmt haben! Unser nächster Meilenstein: 130.000 Unterstützer – und somit mehr, als Bündnis 90/Die Grünen Mitglieder hat. Bitte unterzeichnen und teilen Sie jetzt die BZL-Petition und informieren Sie Ihren Bundestagsabgeordneten über die Missstände. Weitere Infos auf unserer Sonderseite.

Jetzt unterschreiben!

 
 
 

   

Berlin, 12. April 2024

 
 

 

Liebe Jägerinnen und Jäger,

 

"Bewirtschafter von Flächen sind verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, wenn mit Tod oder Verletzung von Wirbeltieren zu rechnen ist", heißt es im Tierschutzgesetz. Die anstehende FRÜHJAHRSMAHD ist für uns Anlass, auf die Gefahren für Wildtiere in dieser Zeit und auf Möglichkeiten für deren Schutz hinzuweisen. Schließlich sind es hauptsächlich Jägerinnen und Jäger, die sich in Absprache mit Landwirten für die Jungwildrettung einsetzen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die in den kommenden Wochen frühmorgens für den Tierschutz unterwegs sind – und das ehrenamtlich.

Effektiver Wildtierschutz beginnt bereits vor dem Mähen. Setzen Sie sich rechtzeitig mit den Bewirtschaftern der Flächen in Ihren Revieren in Verbindung und stimmen Sie Mähtermine ab. Die Ernte von Frischfutter oder Grassilage im zeitigen Frühjahr fällt mit der Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere zusammen. Dann sind die Jungtiere noch ohne Fluchtreflex und bleiben trotz Vergrämungsmaßnahmen wie Knistertüten oder Flatterbänder häufig in ihren Verstecken liegen. Deshalb ist der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildtechnik die sicherste Methode, um Tierleid zu verhindern. Darüber hinaus ist diese Technik gut geeignet, Gelege von Bodenbrütern zu erkennen.

Wir empfehlen, das Grünland grundsätzlich von innen nach außen oder von einer Seite  zur anderen zu mähen. Das hilft beispielsweise während der später im Jahr stattfindenden Heuernte auch Jungtieren mit entwickeltem Fluchtreflex, den Mähmaschinen zu entkommen. Allerdings sind moderne Maschinen mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, was eine Flucht erschwert oder unmöglich macht.  Methode gegen Tierleid ist auch hier: Überflug mit der Wärmebilddrohne vor der Mahd, währenddessen gefundene Wildtiere und Gelege sichern.

Gefundene Jungtiere sollten während des Mähens in geeigneten Behältern sicher aufbewahrt und danach wieder zurück auf die Flächen gebracht werden. Wir empfehlen entsprechende Beschriftungen, denn es kommt immer wieder vor, dass Spaziergänger Jungtiere irrtümlich freilassen, bevor der Mähvorgang beendet ist. Hier gibt es passende Poster zum Herunterladen.

Falls Sie noch Fragen haben: In unserem heutigen Online-Vortrag stehen Ihnen mit Andreas Brandt von der Deutschen Wildtierrettung und Jan Grundmann als langjährigem, aktivem Kitzretter zwei Experten zu genau diesem Thema zur Verfügung. Schalten Sie sich zu – heute ab 15 Uhr bei uns auf der Akademieseite

Und wir möchten auch nochmal darauf hinweisen, das das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Rehkitzrettung wieder fördert. Alle Informationen zu den Förderbedingungen und zur Antragstellung finden Sie hier

 

Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihre DJV-Geschäftsstelle

 
 

Was sonst noch passiert ist?

 
 

 

Online-Vortrag "Wildtierrettung mit der Drohne – Vom Förderantrag bis zum Einsatz"

Andreas Brandt von der Deutschen Wildtierrettung und Jan Grundmann, aktiver Kitzretter vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, geben einen detaillierten Einblick in die Arbeit mit Wärmebilddrohnen und informieren über rechtliche Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten. Der Vortrag beginnt heute um 15 Uhr.

Zur Anmeldung