Die rollende Waldschule

Die Kreisjägerschaft, insbesondere unser Hegering, hatte mit der Idee „Lernort Natur“ in unzähligen Reviergängen, Lehrwanderungen und sonstigen Veranstaltungen versucht, Kindern und Jugendlichen einen besseren Einblick in ihre unmittelbare Umwelt zu vermitteln. Wir sind der Meinung, dass kommende Generationen nur das schützen und lieben können was sie kennen.

Eine aktuelle Studie der Universität Marburg schockte mit einem erschreckenden Ergebnis alle Verantwortungsbewussten. Es stellte sich heraus, dass Kinder und auch Jugendliche ein völliges Missverhältnis zur Natur haben. Wald- und Wildnutzung oder auch Regulierung von Arten sind verpönt. Kinder glauben eher an „lila Milka Kühe“ und Würstchen aus der Kühlbox als an natürliche Vorgänge in der Tier- und Pflanzenwelt.
Um effektivere Aufklärungsarbeit zu leisten, entschloss sich der Vorstand unserer Kreisgruppe Ende 1977 eine „Rollende Waldschule“ herzurichten; einen mit vielen präparierten Tieren der heimischen Fauna ausgerüsteten Ausstellungswagen. Hier haben Kinder die Gelegenheit zur regelgerechten Begegnung mit den Präparaten. Merkmale wie Federn, Felle, Krallen oder Geweihe können ertastet und untersucht werden. Strukturen und Aufbau von biologischen Massen wie Holz, Knochen und Kleinlebewesen sind in Dosenlupen zu betrachten. Riechen, tasten, messen, wiegen und unterscheiden sind einprägsame Lernschritte für die jungen Besucher der Waldschule.
Die Lehrerschaft des Kreisgebietes bekundet durch ihr reges Interesse eine große Zustimmung zu dem von uns angebotenen Weg „Lernort Natur“. Der Wagen wird allen Schulen und Kindergärten kostenlos angeboten. Von pädagogisch ausgebildeten Jägern wird den lernbegierigen Kindern ein Meilenstein für ihre natürliche Entwicklung geboten. Zu bestellen bzw. anzufordern ist die Einrichtung über die Hegeringleiter.>